Geschäftsentwicklung

Die starke Nachfrage nach Flugreisen, insbesondere im Heimmarkt, bildet die Grundlage für unsere Investitionen am Standort Zürich. Zusammen mit der erfolgreichen internationalen Entwicklung schafft sie die Voraussetzungen für eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung.

Flugbetrieb am Standort Zürich

Steigende Passagierzahlen

Die Nachfrage nach Flugreisen blieb im ersten Halbjahr 2026 auf hohem Niveau. Der Flughafen Zürich verzeichnete erneut steigende Passagierzahlen mit insgesamt 15’793’939 Passagieren, was einer Steigerung von 6 % entspricht. Diese Entwicklung ist Ausdruck eines anhaltend hohen Mobilitätsbedürfnisses der Bevölkerung.

Trotz des hohen Verkehrsaufkommens und Spitzenbelastungen konnte der Flugbetrieb dank der engen Zusammenarbeit aller Flughafenpartner stabil und zuverlässig bewältigt werden.

Neben externen Faktoren wie wetterbedingten Einschränkungen führten vor allem die geopolitischen Spannungen mit deren Folgen – unter anderem Unsicherheiten hinsichtlich der Verfügbarkeit von Flugtreibstoff in einzelnen Regionen – zu einer erhöhten Planungsunsicherheit im Frühjahr. Mehrere Fluggesellschaften reduzierten ihre Verbindungen von und nach Nahost zeitweise deutlich oder setzten sie vorübergehend vollständig aus. Die Auswirkungen auf den Betrieb am Flughafen Zürich blieben dennoch insgesamt begrenzt, da die Angebotsrückgänge im Nahostverkehr durch zusätzliches Wachstum in anderen Verkehrsregionen kompensiert wurden.

Frachtverkehr auf stabilem Niveau

Im ersten Halbjahr 2026 wurden am Flughafen Zürich insgesamt rund 217’000 Tonnen Fracht umgeschlagen, was gegenüber der Vorjahresperiode einem leichten Rückgang von 1 % entspricht.

Der Frachtverkehr entwickelte sich in den einzelnen Marktsegmenten unterschiedlich. Der Anstieg im Exportgeschäft (+7 %) konnte das rückläufige Volumen im Importbereich (-6 %) und im Transferbereich (-2 %) nicht vollständig kompensieren. Dies ist unter anderem auf die anhaltend anspruchsvollen Marktbedingungen im internationalen Luftfrachtgeschäft zurückzuführen. Neben der verhaltenen Weltkonjunktur und veränderten Lieferketten beeinflusst auch die verfügbare Frachtkapazität im Passagierverkehr die Entwicklung. Der Einsatz moderner und treibstoffeffizienter Flugzeugtypen führt auf einzelnen Strecken teilweise zu einer geringeren Belly-Kapazität als bei den bisher eingesetzten Flugzeugen.

Insgesamt bewegt sich das Frachtgeschäft weiterhin auf einem stabilen Niveau. Der Transferverkehr bleibt mit rund 62 % des Gesamtvolumens das wichtigste Segment im Frachtgeschäft des Flughafens Zürich.

Ausbau des Streckennetzes

Das Streckennetz wurde im Berichtszeitraum weiter ausgebaut. Mit Norwegian, Kuwait Airways und China Eastern Airlines fliegen drei neue Fluggesellschaften den Standort Zürich an. Gleichzeitig wurden bestehende Verbindungen erweitert und neue Destinationen in das Streckennetz aufgenommen. Im Sommerflugplan 2026 werden nach aktuellem Stand insgesamt 212 Destinationen durch 67 Airlines ab Zürich bedient.

Neue Technologie verbessert das Reiseerlebnis

Die Flughafen Zürich AG investierte auch im ersten Halbjahr gezielt in die Digitalisierung und Automatisierung der Passagierprozesse. Dies zeigt sich beispielsweise an der Modernisierung der Sicherheitskontrollen, welche mit der Einführung neuer CT-Scanner weiter vorangetrieben wurde. Seit Ende Juni 2026 dürfen lokal abfliegende Passagiere dank der neuen Technologie Flüssigkeitsbehälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Litern im Handgepäck mitführen. Zudem können Flüssigkeiten und elektronische Geräte an den Kontrolllinien im Sicherheitskontrollgebäude (SKG) im Gepäck verbleiben. Dies erhöht den Komfort für die Reisenden und vereinfacht die Abläufe an den Sicherheitskontrollen.

Parallel dazu wurde das Angebot der Airlines für den Self-Bag-Drop erweitert. Neu können auch Passagiere von Etihad Airways und Finnair ihr Gepäck selbstständig aufgeben.

Die digitalen Informationsangebote für Reisende wurden weiter ausgebaut. Neu sind aktuelle Wartezeiten beim Check-in, an der Sicherheitskontrolle sowie bei der Passkontrolle zentral auf den Passagierseiten der Flughafen-Website verfügbar. Damit erhalten Reisende bereits vor ihrer Ankunft am Flughafen eine bessere Orientierung und können ihre Reiseplanung gezielter gestalten.

Regulatorische Entwicklungen im ersten Halbjahr

Die Einführung des europäischen Entry/Exit-Systems (EES) wurde mit der europaweiten Inbetriebnahme per 10. April 2026 abgeschlossen. Die Flughafen Zürich AG schuf gemeinsam mit der Kantonspolizei Zürich die dafür notwendigen infrastrukturellen und betrieblichen Voraussetzungen und unterstützt die zuständigen Behörden laufend bei der Umsetzung der neuen Grenzabfertigungsprozesse. Die Erfassung biometrischer Daten von Drittstaatsangehörigen führte teilweise zu längeren Wartezeiten an den Grenzkontrollen.

Auch politische und regulatorische Entwicklungen prägten das erste Halbjahr. Der Zürcher Kantonsrat lehnte die Flughafen-Nachtruhe-Initiative deutlich ab und verabschiedete gleichzeitig einen Gegenvorschlag. Damit bekannte er sich zu den bestehenden Betriebszeiten von 06.00 bis 23.30 Uhr des Flughafens Zürich. Zudem sprach sich der Nationalrat im Rahmen der Revision des Luftfahrtgesetzes für eine rechtliche Absicherung der heutigen Betriebszeiten der Landesflughäfen aus. Die Vorlage stärkt die Rechtssicherheit für die Landesflughäfen und unterstreicht deren Bedeutung für die internationale Anbindung der Schweiz.

Die Verhandlungen über die Flughafengebühren mit den gemäss der Flughafengebührenverordnung relevanten Flughafennutzern konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Die neue Gebührenordnung tritt per 1. Oktober 2026 in Kraft und schafft für Airlines und die Flughafen Zürich AG Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Sie sieht tiefere Grundgebühren für den Flugbetrieb vor und setzt gleichzeitig gezielte Anreize für einen lärmgünstigeren Betrieb. Teil davon ist eine Neueinteilung der Lärmklassen sowie erhöhte Lärmgebühren, welche zusätzliche Lärmzuschläge in den sensiblen Nachtstunden vorsehen.

Auszeichnungen bestätigen hohe Qualität

Die hohe Servicequalität des Flughafens Zürich wurde im Berichtszeitraum ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben ist die erneute Auszeichnung als bester Flughafen Europas 2025 in der Kategorie von 25 bis 40 Millionen Passagieren im Rahmen der ASQ Customer Experience Awards des internationalen Flughafenverbands Airports Council International (ACI).

Immobilien und kommerzielle Zentren am Standort Zürich

Das Immobiliengeschäft entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 stabil und leistete einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Die Nachfrage nach Büro-, Dienstleistungs- und Gewerbeflächen am Standort Zürich blieb hoch. Neue Mietvertragsabschlüsse sowie Flächenerweiterungen mit bestehenden Partnern bestätigen die Attraktivität des Standorts. Diese zeigte sich auch in den Ergebnissen der regelmässigen Mieterbefragung, welche im Branchenvergleich überdurchschnittlich hohe Zufriedenheitswerte ergab.

Im Circle konnten zusätzliche Flächen für verschiedene Unternehmen vermietet werden. Dazu zählen unter anderem Avolta und Edelweiss.

Kommerzielle Geschäftsfelder entwickeln sich erfreulich

Trotz laufender Bauprojekte entwickelten sich die kommerziellen Geschäftsfelder insgesamt positiv. Besonders auf der Luftseite konnten die Umsätze gegenüber der Vorjahresperiode entlang der gestiegenen Passagierzahlen deutlich gesteigert werden. Die Umsätze auf der Landseite blieben trotz Einschränkungen und Schliessung von Kommerzflächen durch verschiedene Bauprojekte stabil.

Zur langfristigen Sicherung der kommerziellen Ertragsströme wurden wichtige Verträge verlängert beziehungsweise neu abgeschlossen. Dazu gehört die langfristige Fortführung der Zusammenarbeit mit Avolta in den Bereichen Duty Free, Convenience und Food & Beverage.

Auch das soziale Engagement wurde weitergeführt. Im Rahmen der Initiative «Charity Wasser» wurde von Januar bis Mai 2026 die Stiftung Schweizer Tafel unterstützt. Seit Juni 2026 gehen die Erlöse an den Verein Werkstätte Drahtzug, der Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen bei der beruflichen und sozialen Integration unterstützt. Die gemeinsame Aktion mit Avolta ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Flughafenbetriebs.

Flughafen als Erlebnis- und Ausflugsziel

Der Flughafen Zürich festigte im ersten Halbjahr 2026 seine Rolle als beliebtes Ausflugs- und Erlebnisziel. Die Zuschauerterrasse B feierte ihr 15-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wurde mit verschiedenen Aktivitäten für Besucherinnen und Besucher begleitet.

Die Attraktivität des Angebots wurde zudem durch verlängerte Öffnungszeiten im Rahmen von «Airport by Night» sowie durch verschiedene Thementage mit Flughafenpartnern weiter gesteigert. Bis Ende Juni besuchten rund 135’000 Personen die Zuschauerterrasse. Zudem begrüsste die Zuschauerterrasse seit ihrer Eröffnung ihre viermillionste Besucherin.

Auch Führungen, Rundfahrten und Veranstaltungen auf dem Flughafenareal sowie im Circle Park stiessen auf grosses Interesse. Dazu zählten unter anderem ausgebuchte Spotter-Touren im Rahmen des WEF, die ausverkaufte Day Time Party sowie grössere Firmenanlässe von Unternehmen im Circle.

Darüber hinaus wurde das Programm des kommenden Zauberparks vorgestellt. Der Anlass hat sich in den vergangenen Jahren als fester Bestandteil des winterlichen Veranstaltungsangebots in der Region Zürich etabliert.

Entwicklungsprojekte und Infrastruktur am Standort Zürich

Die Flughafen Zürich AG investiert kontinuierlich in die Weiterentwicklung ihrer Infrastruktur. Ziel ist es, die betriebliche Leistungsfähigkeit zu sichern, die Qualität für Passagiere und Partner weiter zu erhöhen und die Voraussetzungen für die langfristige Entwicklung des Standorts Zürich zu schaffen.

Fortschritte bei strategischen Infrastrukturprojekten

Im ersten Halbjahr 2026 wurden bei mehreren strategisch wichtigen Infrastrukturvorhaben entscheidende Fortschritte erzielt. Für den Ersatzneubau des Dock A und der Dockwurzel wurde das Plangenehmigungsgesuch für das Detailprojekt eingereicht. Das Projekt bildet einen zentralen Bestandteil der langfristigen Weiterentwicklung des Flughafens Zürich.

Ebenfalls eingereicht wurde das Plangenehmigungsgesuch für die Pistenverlängerungen. Das Vorhaben erhöht die Sicherheitsmarge des Flugbetriebs und stärkt die betriebliche Stabilität am Flughafen Zürich.

Übersicht der aktuellen Bauprojekte

Die Arbeiten im Rahmen des Projekts zur Entwicklung der landseitigen Passagierflächen (ELP) inklusive der Foodhall TREATS wurden fortgeführt. Ziel ist es, den in den vergangenen Jahren stetig wachsenden Passagier- und Pendlerströmen auch im landseitigen Bereich des Flughafens gerecht zu werden und attraktive Angebote für Passagiere, Besuchende und Mitarbeitende zu schaffen.

Einen grossen Schritt in Richtung Abschluss machte das Projekt Gepäcksortieranlage (GSA). Die Umbauten im Dock E sowie im Verbindungstunnel wurden weitergeführt und konnten abgeschlossen werden. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die zukünftige Gepäckabwicklung.

Beim Projekt Fracht Rächtenwisen konnte der Hochbau abgeschlossen werden. Im Berichtszeitraum starteten die Mieterausbauten. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist Anfang 2027 vorgesehen.

Die Modernisierung der Skymetro macht planmässige Fortschritte und die erste Etappe konnte vor den Sommerferien abgeschlossen werden. Seither verkehrt einer der beiden Züge bereits in einer Vierwagen-Konstellation. Nach Abschluss des Projekts im Sommer 2027 werden beide Skymetro-Züge mit vier Wagen unterwegs sein und zusätzliche Kapazitäten für die Passagierabwicklung schaffen.

Auch weitere Infrastrukturprojekte konnten wie beabsichtigt fortgesetzt werden. Beim Modulbau wurden die Arbeiten für den Innenausbau aufgenommen. Das Gebäude wird während der Bauzeit des neuen Dock A eine wichtige Funktion für Passagiere und Flughafenpartner übernehmen. Im Süden des Dock B haben Arbeiten für Lounges und Spezialprozesse begonnen. Es entstehen neue hochwertige Betriebsflächen. Fortschritte wurden zudem bei den Vorfeldarbeiten nördlich des bestehenden Dock A erzielt. Gleichzeitig begannen die Tiefbauarbeiten für die Erweiterung der Passkontrollhalle.

In der Zone West erfolgte der Spatenstich für die neue Infrastruktur der General Aviation und die Planungsarbeiten für den neuen Maintenance Hangar schreiten voran. Die Arbeiten rund um die Modernisierung der öffentlichen Tankstelle an der Südseite des Circle verlaufen ebenfalls wie erwartet.

Für den Erhalt und die Förderung der Biodiversität setzt die Flughafen Zürich AG ökologische Ersatzmassnahmen um, darunter auch anspruchsvolle wie zum Beispiel das Projekt Glattrevitalisierung. Im Rahmen dieses Projekts konnte im Juni ein wichtiger Meilenstein erreicht werden: Mit der Flutung des grossen Mäanders, einer Reihe von Flusswindungen, wurde das Gebiet rund um den Mäander ökologisch aufgewertet und zusätzlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen.

Innovation und Digitalisierung stärken die Zukunftsfähigkeit

Im Bereich Innovation und Digitalisierung wurden verschiedene Projekte weiterentwickelt. Dazu gehören Projekte des ZRH Innovation Hubs wie beispielsweise automatisierte Shuttlebusse für Mitarbeitende, die Weiterentwicklung digitaler Boardingprozesse sowie die kontinuierliche Beobachtung relevanter Entwicklungen über den Trendradar.

Auch der Airport Operations Plan (AOP) wurde weiterentwickelt. Die Zusammenarbeit zwischen den Flughafenpartnern zur Förderung der datenbasierten Flughafensteuerung verbessert die Informationslage aller Beteiligten und ermöglicht eine vorausschauende Optimierung der Infrastruktur- und Personalplanung, wodurch schlussendlich die Pünktlichkeit im Betrieb verbessert wird. Täglich greifen über 1’200 Schichtmitarbeitende aller Partnerfirmen mindestens einmal auf die Applikation zu – registriert sind knapp 7’500 Personen.

Mit dem Transformationsprogramm S4US schreitet zudem die Einführung von SAP S/4HANA voran. Im ersten Halbjahr standen umfangreiche Testaktivitäten sowie die Datenmigration im Mittelpunkt. Mit dem neuen SAP-System schafft die Flughafen Zürich AG die Grundlage für standardisierte und zukunftsfähige Geschäftsprozesse.

Klimaprogramm und Energie am Standort Zürich

Die Umsetzung des Klimaprogramms 2040 wurde im ersten Halbjahr zielgerichtet vorangetrieben. Schwerpunkte des Programms bilden die Massnahmen zur Transformation der Kälte- und Wärmeversorgung auf erneuerbare Quellen, die Dekarbonisierung der Gebäude, der Ausbau der Eigenstromproduktion sowie die Elektrifizierung der Fahrzeugflotten.

Mit den zügig voranschreitenden Bauarbeiten für die neue Energiezentrale Mitte setzt der Flughafen Zürich einen Meilenstein um. Die Energiezentrale wird künftig das Herzstück der nachhaltigen Energieversorgung der Gebäude am Flughafenkopf sein und schafft die Voraussetzung für eine weitere Reduktion fossiler Energieträger. Gleichzeitig wurden innovative Energieprojekte weiterverfolgt. Dazu gehört die Erkundung einer eiszeitlichen Rinne, die als saisonaler Wärme- und Kältespeicher dienen könnte. Zudem wurden weitere Massnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft umgesetzt.

Die Flughafen Zürich AG investierte auch weiter in den Ausbau der Eigenstromproduktion. Zuletzt wurden Ende Februar mehrere neue Solaranlagen auf dem Dock E in Betrieb genommen. Diese Anlagen verfügen zusammen über eine installierte Leistung von 444 kWp. Damit kann jährlich Solarstrom in einer Grössenordnung erzeugt werden, die dem Strombedarf von rund 100 Haushalten entspricht.

Im Bereich des Bodenverkehrs wurde die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge am Flughafen weiter ausgebaut.

Internationales Flughafengeschäft

Die internationalen Beteiligungen entwickelten sich im ersten Halbjahr 2026 weiterhin erfreulich und sind ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Indien

Die Eröffnung und Inbetriebnahme des Noida International Airport markierte im ersten Halbjahr 2026 einen Meilenstein im internationalen Geschäft der Flughafen Zürich AG.

Nach mehreren Jahren der Planung und Realisierung landete am 15. Juni 2026 erstmals ein Linienflugzeug am Flughafen. Zuvor konnten sämtliche erforderlichen Betriebslizenzen erlangt und die regulatorischen Voraussetzungen für die Betriebsaufnahme geschaffen werden. Dazu zählt insbesondere die Festsetzung der Flughafengebühren. Die offizielle Eröffnungsfeier erfolgte bereits im März 2026 im Beisein hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter der indischen Behörden und der Politik.

Die Inbetriebnahme verlief erfolgreich und das Streckenangebot wird laufend ausgebaut. Vorerst finden Inland- und Frachtflüge statt, internationale Flüge kommen zu einem späteren Zeitpunkt hinzu.

Mit dem Übergang von der Bau- in die Betriebsphase wurde auch die Führungsorganisation angepasst. Christoph Schnellmann, der den Aufbau und die Realisierung des Flughafens als CEO massgeblich geprägt hatte, wechselte in den Verwaltungsrat des Flughafens und übernahm die Funktion des Executive Vice Chairman. Die operative Führung wurde interimistisch an Nitu Samra übertragen, die weiterhin auch als Chief Financial Officer tätig ist.

Brasilien und Chile

Die vier brasilianischen Flughäfen mit Mehrheitsbeteiligung – Florianópolis, Vitória, Macaé und Natal – verzeichneten in den ersten sechs Monaten 2026 ein Passagierwachstum von über 10 % gegenüber der Vorjahresperiode. Besonders erfreulich entwickelte sich der Flughafen Natal, der seine internationalen Passagierzahlen gegenüber dem Vorjahr verdoppeln konnte und mit den neuen Verbindungen nach Buenos Aires und Montevideo bereits im ersten Halbjahr das gesamte internationale Verkehrsaufkommen des Vorjahres übertroffen hat.

Florianópolis und Vitória wurden erneut zu den besten Flughäfen Brasiliens gewählt. Florianópolis erreichte diese Auszeichnung zum sechsten Mal in Folge und belegte den ersten Platz. Vitória folgte auf Rang zwei und erhielt die Auszeichnung bereits zum vierten Mal in Folge. Auch Natal konnte seine Position im nationalen Passagierzufriedenheitsranking weiter verbessern.

In Chile endete die Konzession für den Flughafen Antofagasta im Februar 2026. Der Flughafenbetrieb wurde anschliessend an die neue Konzessionärin übergeben. Die Flughafen Zürich AG bleibt über ihre Beteiligung am Flughafen Iquique weiterhin im chilenischen Markt engagiert.

Unternehmenskultur

Die positiven Ergebnisse der unternehmensweiten Teambarometer-Umfrage der Flughafen Zürich AG im ersten Halbjahr 2026 bestätigten bei starker Stimmbeteiligung erneut eine hohe Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen und lieferten dabei wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit.

Das 2025 lancierte Leadership-Programm wurde im Berichtszeitraum weitergeführt und weiterentwickelt. Auf Grundlage der COACH-Werte (collaborative, open, agile, committed, human) vermittelt es ein gemeinsames Führungsverständnis und unterstützt die Verankerung dieser Prinzipien in der Führungspraxis im Unternehmen.