Arbeits- und Flugbetriebssicherheit
Die Flughafen Zürich Gruppe unternimmt alles Erforderliche, um Menschen, Flugzeuge, Fahrzeuge und Infrastruktur vor Schäden, Unfällen und kriminellen Handlungen zu schützen.
Relevanz
Es gehört zum Selbstverständnis des Unternehmens, an jedem seiner Standorte das komplexe System Flughafen in jeglicher Hinsicht sicher zu betreiben. Dabei gliedert sich das Thema Sicherheit in drei Bereiche, die bezüglich Systemgrenzen, Regulierung und Organisation unterschiedlich und dennoch in Teilbereichen überlappend sind.
Erstens werden unter dem Begriff «Safety» die Anstrengungen zusammengefasst, gefährliche Situationen, Vorfälle und Unfälle mit Personen oder Sachen zu vermeiden, insbesondere mit Bezug zum Flugbetrieb. Zweitens geht es unter dem Begriff «Security» darum, vorbeugende Massnahmen zu treffen gegen schädliche Ereignisse, die in mutwilliger Absicht begangen werden, und darum besorgt zu sein, den daraus resultierenden Schaden zu begrenzen. Beim dritten Teilbereich, der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz, geht es um den unmittelbaren Schutz der Mitarbeitenden in ihrem persönlichen Arbeitsumfeld.
Am Standort Zürich erstreckt sich in den Bereichen «Safety» und «Security» der Verantwortungsbereich und damit der Geltungsbereich der angewandten Konzepte der Flughafen Zürich AG nicht nur auf das eigene Unternehmen, sondern auch auf das gesamte Flughafensystem. Hingegen beschränkt sich die direkte Verantwortung des Unternehmens in Bezug auf die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz auf die eigenen Mitarbeitenden.
Das Gewährleisten der Sicherheit ist auch im Auslandsgeschäft eine Kernaufgabe. Aufgrund der Eigenheiten der Konzessionsmodelle in den jeweiligen Ländern sind die Sicherheitsaufgaben an den Flughäfen jedoch organisatorisch unterschiedlich zugeordnet. In Brasilien liegt die Verantwortung der Ausarbeitung der Sicherheitskonzepte bei den Flughafenbetreibern, die Ausführung wird vertraglich an private Sicherheitsunternehmen delegiert. Die Konzepte müssen von den verschiedenen Instanzen der Behörden (Sicherheits-, Zoll- und Regulierungsbehörde) genehmigt werden. In Chile hingegen obliegen sämtliche Aspekte der Flugbetriebssicherheit der zivilen Luftfahrtbehörde, namentlich der Dirección General de Aeronáutica Civil (DGAC). Die Konzessionsfirmen ihrerseits sind ausschliesslich für die Sicherheit im öffentlich zugänglichen Passagierbereich zuständig.
Alle Länder, in denen die Flughafen Zürich AG aktiv ist, gehören der International Civil Aviation Organization (ICAO) an und haben sich vertraglich dazu verpflichtet, deren Sicherheitsstandards und -empfehlungen für Verkehrsflughäfen zu befolgen. Die Vorgaben der ICAO stellen das gesetzliche Minimum dar, das jeweils durch die nationalen Zivilluftfahrtbehörden konkretisiert und überwacht wird. In der Schweiz und damit am Flughafen Zürich werden die Sicherheitsanforderungen durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) überwacht, das sich wiederum weitgehend auf europäische Vorgaben (EASA) abstützt, die für die Flughafen Zürich AG bindend sind. Darüber hinaus ist die Flughafen Zürich Gruppe verpflichtet, die einschlägigen länderspezifischen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben einzuhalten.
Ansatz und Fortschritt
Standort Zürich
Übergeordnete Sicherheitsaufgaben
Für das Management aller Sicherheitsaspekte im Zusammenhang mit dem Flugbetrieb am Standort Zürich betreibt die Flughafen Zürich AG ein integriertes Managementsystem (IMS). Dieses umfasst die Bereiche Safety, Security sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Das Ziel ist einerseits die Reduktion von organisatorischen Risiken durch klare Prozesse und klare Organisation und andererseits die systematische Verbesserung der Präventionswirkung, also die Vermeidung von Personen- und Sachschäden.
Für die Gewährleistung der Sicherheit ist das erfolgreiche Zusammenspiel der am Flughafen tätigen Unternehmen und deren Mitarbeitenden unabdingbar. Angefangen bei den baulichen Voraussetzungen über die Organisationsstrukturen und Prozesse bis hin zum Verhalten der Mitarbeitenden wirken verschiedene Faktoren auf die Sicherheit ein. Die Flugbetriebs- und die Bodenaufsicht am Standort Zürich werden durch entsprechende Einheiten der Flughafen Zürich AG wahrgenommen. Sie stellen einen jederzeit reibungslosen und gesetzeskonformen Betrieb und die Handlungsfähigkeit im Ereignisfall sicher. Darüber hinaus obliegt der Flughafen Zürich AG für den Ereignisfall in erster Linie die Koordination der verschiedenen Einsatzkräfte sowie die Erstellung und Unterhaltung von Notfallplänen, Notbetriebskonzepten und ausserhalb von Ereignisfällen die regelmässige Durchführung von flughafenweiten Übungen. Die letzte solche fand im November des Berichtsjahrs statt.
Für die Vorbereitung und Bewältigung von Ausnahmesituationen betreibt das Unternehmen ausserdem ein bereichsübergreifendes Business Continuity Management. Dieses stellt Pläne und Prozesse bereit, um in Krisen und Notfällen die Weiterführung des Betriebs und die Vermeidung von weiteren Schäden sicherzustellen. Im Berichtsjahr wurden firmenweite Impact-Analysen durchgeführt, die als Basis zur Definition von Ausfalltoleranzen einzelner Systeme und den daraus resultierenden Vorhalteleistungen dienen.
Die Flughafenfeuerwehr und der Rettungsdienst sind auf dem Flughafengelände untergebracht, gehören aber zu «Schutz & Rettung Zürich», einer Organisation der Stadt Zürich. Für die personelle Ergänzung im Ereignisfall steht die professionelle kantonale Zivilschutzorganisation am Flughafen bereit.
Als Teil der fortlaufenden Kampagne «Gemeinsam sicher» am Standort Zürich wurden im November des Berichtsjahrs erneut die Sicherheitstage durchgeführt. Diese werden zusammen mit den Flughafenpartnern organisiert und machen aktuelle Sicherheitsaspekte aus den Bereichen Safety, Security, Arbeitssicherheit und Brandschutz erlebbar. Die Sicherheitstage dienen der Sensibilisierung und Weiterbildung in den genannten Themen. Es haben rund 1’150 Mitarbeitende der Flughafen Zürich AG und der Flughafenpartner teilgenommen.
Safety
Am Flughafen Zürich ist als Teil des IMS ein «Safety Management System» (SMS) etabliert, in das auch die Flughafenpartner eingebunden sind. Dessen Betrieb, Überwachung und die Weiterentwicklung obliegt dem «Safety & Compliance Office», das als Ansprechstelle für Airlines, Behörden und sämtliche weitere externe und interne Partner dient. Der systematische und umfassende Ansatz im Umgang mit Gefahren und Risiken hat zum Ziel, einen sicheren und regelkonformen Flugbetrieb zu gewährleisten sowie die Safety-Kultur im Flughafensystem zu stärken und weiterzuentwickeln. Die Sicherheit von Personen soll jederzeit gewährleistet sein und materielle Schäden sollen verhindert werden. Die wichtigsten Grundsätze des Safety Management Systems sind in der Safety Policy verankert, in der unter anderem auch Kompetenzen und Verantwortlichkeiten definiert sind. Im Flugplatzhandbuch sind alle Safety-relevanten Managementprozesse festgehalten. Es wird jährlich durch das «Safety & Compliance Office» publiziert. Damit werden die Anforderungen der EU-Verordnung Nr. 139/2014 erfüllt.
Essenziell für den Erfolg des Systems ist die Zusammenarbeit aller involvierten Flughafenpartner, die sich in verschiedenen Safety-Gremien austauschen. Personen am Standort Zürich mit Zutritt zu den Flugbetriebsflächen werden mit Safety- und fachspezifischen Trainings ausgebildet. Alle zwei Jahre müssen Auffrischungskurse absolviert werden. Auf diese Weise stellt das Unternehmen ein hohes und aktuelles Ausbildungsniveau sicher. Hinzu kommen periodische Awareness-Kampagnen zu einzelnen Themen.
Ein wichtiger Punkt ist neben der Aufarbeitung von Ereignissen auch der Umgang mit Sicherheitshinweisen. Am Flughafen Zürich wird diesbezüglich eine offene Fehlerkultur (Just Culture) gefördert, die das Melden von kritischen oder potenziell kritischen Ereignissen unterstützt. Ziel ist es, wo nötig Verbesserungsmassnahmen abzuleiten und umzusetzen. Neben herkömmlichen Kanälen (z. B. persönlich am Schalter der Flugbetriebsaufsicht, telefonisch oder schriftlich) steht für anonyme Meldungen auch eine elektronische Plattform für Sicherheitshinweise zur Verfügung. Im Berichtsjahr sind über die Plattform 81 Hinweise eingegangen (10 davon anonym). Sämtliche eingegangenen Safey-relevanten Hinweise (33 Hinweise) wurden durch das «Safety & Compliance Office» als unabhängige Stelle untersucht, und wo nötig wurden Massnahmen definiert. Alle anderen Hinweise wurden den verantwortlichen Stellen zur Bearbeitung weitergeleitet. Sofern die Meldungen nicht anonym eingingen, wurden die meldenden Personen über die getroffenen Massnahmen informiert.
Sowohl die Behörden als auch die Flughafen Zürich AG führen regelmässig Inspektionen und Audits im Flughafenbetrieb durch, um die Einhaltung der Vorgaben und die Sicherheit im Tagesbetrieb zu überprüfen und, wo nötig, Massnahmen zu treffen. Im Berichtsjahr wurde am Standort Zürich ein reguläres «Full Scope»-Audit durch das BAZL durchgeführt, bei dem alle regulierten Flugbetriebsprozesse überprüft wurden. Es resultierten keine sogenannten «Serious Deficiencies», und das Ergebnis der Überprüfung kann als sehr gut eingestuft werden. Die Behörde führte ergänzend eine Inspektion eines Teilbereichs durch, bei welcher keine Abweichungen festgestellt wurden. Zusätzlich führte der flughafeninterne Auditorenpool unter der Leitung des «Safety & Compliance Office» 25 Audits, Inspektionen oder Dokumentenüberprüfungen durch. Es wurden wenige Abweichungen identifiziert und einige Empfehlungen ausgesprochen. Grössere Mängel wurden keine festgestellt.
Das übergeordnete Ziel sämtlicher Massnahmen besteht darin, die Anzahl Unfälle und Vorfälle – jeweils in Relation zu den Flugbewegungen – kontinuierlich zu senken. Während die Anzahl der Schäden an der Infrastruktur leicht zurückging, nahm die Zahl der Flugzeugschäden geringfügig zu. Deutlich angestiegen sind die Schadenfälle an Fahrzeugen. Zurückzuführen ist dies auf die Zunahme der Flugbewegungen, was den Druck auf das Flughafensystem verstärkte und Mehrverkehr bei den Fahrzeugen mit sich brachte. Zusätzlich wirkte sich die nach wie vor angespannte Personalsituation negativ aus: Knappheit an erfahrenen Mitarbeitenden sowie viele Neueintritte führten zu geringerer Routine im täglichen Betrieb. Auch Baustellen und die damit verbundenen veränderten Verkehrsführungen beeinträchtigten die Safety-Performance. Trotz dieser Einflussfaktoren lag das Safety-Level insgesamt weiterhin auf einem tolerierbaren Niveau. Die im Vorjahr neu eingeführte SMS-Software konnte im Berichtsjahr zum einen weiterentwickelt werden und zum anderen bereits detaillierte Aussagen zu Ursachen von Ereignissen liefern. Dies ermöglicht es, gezieltere Massnahmen zur Steigerung der Safety-Performance zu treffen.
Security
Der Flughafen Zürich hat im Bereich Security eine Vielzahl an internationalen und nationalen Vorgaben im Bereich Luftsicherheit umzusetzen. Grundlage bildet das «National Civil Aviation Security Programme» (NASP) des BAZL. Die Flughafenbetreiberin selbst ist dafür verantwortlich, die Einhaltung aller Gesetze in den Prozessen sicherzustellen und zu überprüfen. Die konkrete Umsetzung wie die Kontrolle der Tore und Zugänge, das Kontrollieren von Passagieren, Gepäck und Fracht sowie die polizeilichen Aufgaben liegen hingegen in der Verantwortung der Kantonspolizei Zürich und privater Sicherheitsdienste.
Im Berichtsjahr ging neu das Drohnen-Detektionssystem in Betrieb. Dieses erkennt rund um die Uhr automatisch autorisierte und unautorisierte Drohnen und gibt eine entsprechende Meldung ab. Seit Jahren hat die Flughafen Zürich AG mit ihren Partnern definiert, wie mit Drohnensichtungen umgegangen wird.
Ende Oktober des Berichtsjahrs begann der Umbau der Sicherheitslinien für die Passagiere mit neuen Computertomografie-Scannern im zentralen Sicherheitskontrollgebäude (SiKo). Das Projekt ist Teil des umfassenden SiKo-Redesigns, das die Sicherheitskontrolle des Flughafens Zürich auf den neusten Stand der Technik bringt. Ziel ist es, den Passagierkomfort zu erhöhen, den Durchsatz zu steigern und die Qualität der Sicherheitskontrollen weiter zu verbessern.
Sowohl die Behörden als auch die Flughafen Zürich AG führen regelmässig Tests und Audits an den Kontrollstellen durch, um die Einhaltung der Vorgaben und die Qualität der Dienstleistung zu überprüfen. Im Berichtsjahr wurde durch die EU-Kommission eine fünftägige Inspektion durchgeführt. Die im Passagier- und iStaff-Bereich erkannten Abweichungen werden im Rahmen eines Aktionsplans korrigiert. Durch das BAZL wurden wiederum 22 Audits, Inspektionen und Tests durchgeführt. Zusätzlich führte die interne Airport Security 157 Qualitätskontrollen durch. Gesamthaft wurden 27 Abweichungen festgestellt und mit entsprechenden Massnahmen korrigiert. Im Berichtsjahr kam es am Flughafen Zürich zu keinem Ereignis mit terroristischem Hintergrund.
Arbeitssicherheit und Brandschutz
Die Gewährleistung der Arbeitssicherheit für alle Mitarbeitenden entspricht nicht nur den gesetzlichen Pflichten, sondern ist eine Haltungs- und Führungsaufgabe auf allen Ebenen. Am Standort Zürich ist das Unternehmen gemäss Unfallversicherungsgesetz in der Schweiz verpflichtet, zur Verhütung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten alle Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den gegebenen Verhältnissen angemessen sind. Ihre Haltung hat die Flughafen Zürich AG in der Arbeitssicherheitspolicy festgehalten. Zur Umsetzung und zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen betreibt die Flughafen Zürich AG am Standort Zürich ein Managementsystem für Arbeitssicherheit (gemäss ASA-Richtlinien, vergleichbar mit dem Standard ISO 45001), das sich an den Vorgaben der Richtlinie Nr. 6508 der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) orientiert. Diesem System unterstehen nicht nur alle Mitarbeitenden der Flughafen Zürich AG, sondern auch Mitarbeitende in einem anstellungsähnlichen Verhältnis (vgl. dazu Abschnitt Verantwortungsvolle Arbeitgeberin).
Arbeitsabläufe, Anlagen, Arbeitsmittel oder Arbeitsstoffe werden regelmässig und nach Ereignissen oder Unfällen auf Gefahren hin analysiert. Dafür verantwortlich sind die internen Sicherheitsbeauftragten, die entsprechend ausgebildet sind. Sie leiten die jeweiligen Verbesserungsmassnahmen ab. Erkennen Angestellte eine Situation als gefährlich, sind sie gehalten, die Arbeit unverzüglich zu stoppen und sich Unterstützung zu holen. Jeder Bereich verfügt über sogenannte «Kontaktpersonen Arbeitssicherheit», die sich in regelmässigen Abständen mehrmals jährlich austauschen. Mitarbeitende und Vorgesetzte sind verpflichtet, Ereignisse und Unfälle zentral zu melden, sodass eine Abklärung durchgeführt werden kann.
Die Flughafen Zürich AG führt regelmässig interne Rundgänge und Audits durch. Zusätzlich wird sie von verschiedenen Behörden kontrolliert. Dabei werden der tägliche Betrieb, aber auch die systematische Umsetzung von Massnahmen in den Fachthemen Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Brandschutz betrachtet. Mit dem standardisierten Vorgehen erarbeiten die Sicherheitsbeauftragten Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zuhanden der Vorgesetzten, die in der Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden stehen. Durch softwaregestütztes Massnahmenmanagement werden die Massnahmen dokumentiert sowie deren Wirkung nachverfolgt und statistisch ausgewertet.
Es wurden im Berichtsjahr keine berufsbedingten Krankheiten, keine schwerwiegenden Arbeitsunfälle und keine arbeitsbedingten Todesfälle registriert.
Sicherheit bei den internationalen Mehrheitsbeteiligungen
Die Flughäfen mit Mehrheitsbeteiligung in Brasilien betreiben ein Managementsystem für Safety und Arbeitssicherheit, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten. Dieses besteht aus einem sogenannten Risikomanagementprogramm und einem Arbeitssicherheits- und Gesundheitsprogramm zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen. Die Identifikation von Gefahren ist ebenso geregelt wie die regelmässige Schulung von Mitarbeitenden. Ein Prozess zur kontinuierlichen Verbesserung stellt sicher, dass bei Ereignissen oder auf Hinweis von Mitarbeitenden eine Untersuchung durchgeführt wird, die – wo nötig – zu zusätzlichen Massnahmen führt. Dem System unterstehen alle Mitarbeitenden der Flughafenbetreiberin.
Auch die beiden Flughäfen in Chile haben ein System zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, das sich am ISO-Standard 45001 orientiert. Sie erfüllen damit die gesetzliche Vorgabe.
Die Sicherheit und die Gesundheit der Arbeitenden gehören auch am Standort Noida, Indien, zu den prioritären Themen. Auf den Baustellen wird ein Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagementsystem betrieben, das die Themen Safety und Arbeitssicherheit abdeckt. Es erfüllt die gesetzlichen Anforderungen und ist nach ISO 45001 zertifiziert. Das System umfasst alle Bauarbeiten für den neuen Flughafen und damit auch alle Mitarbeitenden auf dem Gelände, ungeachtet dessen, wo sie angestellt sind. Meldungen über Ereignisse oder Hinweise auf gefährliche Situationen werden zentral gesammelt, analysiert und wo nötig werden Massnahmen ergriffen. Zu den zentralen Massnahmen zählen die medizinische Betreuung und die Verfügbarkeit von persönlichen Schutzausrüstungen, angepasst auf die jeweilige Tätigkeit.
Die hohen Anforderungen der Flughafen Zürich AG an den Schutz der Arbeitenden in Indien, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen, wurden bei der Vergabe der Totalunternehmerverträge vertraglich verankert. Die Unterkünfte der Arbeitenden auf dem Baugelände wurden mit zusätzlichen Isolations- und Ventilationsmassnahmen besser gegen Umwelteinflüsse geschützt. Bei den sanitären Einrichtungen wird dem Gesundheitsschutz und der Privatsphäre der Arbeitenden Rechnung getragen. Die Überprüfung der Sicherheit auf der Baustelle und die Wohnsituation in den Unterkünften erfolgt periodisch durch die Behörden und durch das Management der lokalen Tochtergesellschaft.
Im Berichtsjahr wurde an den internationalen Standorten mit Mehrheitsbeteiligung kein Fall von berufsbedingter Krankheit festgestellt. Ebenso wurden keine schwerwiegenden Arbeitsunfälle und keine arbeitsbedingten Todesfälle registriert. Im Berichtsjahr kam es auch zu keinem Ereignis mit terroristischem Hintergrund.
Kennzahlen
Flughafen Zürich AG, Standort Zürich | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Berufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | 1’711 | 2’503 | 2’240 | 2’737 | 3’694 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Nichtberufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | 10’145 | 8’742 | 12’050 | 11’021 | 10’901 | ||||||
LTIFR (Lost Time Incident Frequency Rate) | Ereignisse pro 1’000’000 Arbeitsstunden | n/a | n/a | n/a | n/a | 28 | ||||||
Flughafen Florianópolis, Brasilien 1 | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Berufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | 14 | 0 | 0 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Nichtberufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | 11’301 | 3’1372 | 0 | ||||||
LTIFR (Lost Time Incident Frequency Rate) | Ereignisse pro 1’000’000 Arbeitsstunden | n/a | n/a | n/a | n/a | 0 | ||||||
Flughäfen Vitória/Macaé, Brasilien 1 | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Berufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | 0 | 1042 | 656 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Nichtberufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | 1’3712 | 0 | 0 | ||||||
LTIFR (Lost Time Incident Frequency Rate) | Ereignisse pro 1’000’000 Arbeitsstunden | n/a | n/a | n/a | n/a | 1 | ||||||
Flughafen Natal, Brasilien 3 | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Berufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | n/a | 0 | 0 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Nichtberufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | n/a | 0 | 0 | ||||||
LTIFR (Lost Time Incident Frequency Rate) | Ereignisse pro 1’000’000 Arbeitsstunden | n/a | n/a | n/a | n/a | 0 | ||||||
Flughafen Antofagasta, Chile 1 | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Berufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | 1’391 | 2’333 | 614 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Nichtberufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | n/a | n/a | 0 | ||||||
LTIFR (Lost Time Incident Frequency Rate) | Ereignisse pro 1’000’000 Arbeitsstunden | n/a | n/a | n/a | n/a | 8 | ||||||
Flughafen Iquique, Chile 1 | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Berufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | 2’478 | 3’000 | 4’133 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Nichtberufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | 637 | 12’000 | 0 | ||||||
LTIFR (Lost Time Incident Frequency Rate) | Ereignisse pro 1’000’000 Arbeitsstunden | n/a | n/a | n/a | n/a | 26 | ||||||
Flughafen Noida, Indien 4 | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Berufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | ||||||
Anzahl Ausfallstunden (Nichtberufsunfälle) | Stunden (h) pro 1’000 FTEs | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | ||||||
LTIFR (Lost Time Incident Frequency Rate) | Ereignisse pro 1’000’000 Arbeitsstunden | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a |
1Die Daten wurden ab 2023 erhoben.
2Rückwirkende Korrektur.
3Die Übernahme des Betriebs des Flughafens Natal in Brasilien erfolgte im Februar 2024.
4Der Flughafen in Noida, Indien, befand sich im Berichtsjahr noch im Bau.
Flughafen Zürich, Schweiz | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Schadensfälle an Flugzeugen | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | 0.19 | 0.11 | 0.14 | 0.12 | 0.16 | ||||||
Schadensfälle an Fahrzeugen | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | 0.25 | 0.34 | 0.39 | 0.47 | 0.57 | ||||||
Schäden an der Infrastruktur | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | 0.40 | 0.32 | 0.57 | 0.54 | 0.53 | ||||||
Flughafen Florianópolis, Brasilien1 | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Schadensfälle an Flugzeugen | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | n/a | n/a | 0.02 | 0.04 | 0.05 | ||||||
Schadensfälle an Fahrzeugen | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | n/a | n/a | 0.00 | 0.00 | 0.00 | ||||||
Schäden an der Infrastruktur | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | n/a | n/a | 0.00 | 0.00 | 0.00 | ||||||
Flughäfen Vitória/Macaé, Brasilien 1 | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Schadensfälle an Flugzeugen | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | n/a | n/a | 0.00 | 0.04 | 0.04 | ||||||
Schadensfälle an Fahrzeugen | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | n/a | n/a | 0.00 | 0.08 | 0.00 | ||||||
Schäden an der Infrastruktur | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | n/a | n/a | 0.00 | 0.08 | 0.00 | ||||||
Flughafen Natal, Brasilien 2 | Einheit | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||||||
Schadensfälle an Flugzeugen | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | n/a | n/a | n/a | 0.00 | 0.00 | ||||||
Schadensfälle an Fahrzeugen | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | n/a | n/a | n/a | 0.00 | 0.00 | ||||||
Schäden an der Infrastruktur | Anzahl Fälle pro 1’000 Flugbewegungen | n/a | n/a | n/a | 0.00 | 0.00 |
1Die Daten wurden ab 2023 erhoben.
2Die Übernahme des Betriebs des Flughafens Natal in Brasilien erfolgte im Februar 2024.
An den Flughäfen Antofagasta und Iquique in Chile liegt die Flugbetriebssicherheit nicht im Zuständigkeitsbereich der Flughafen Zürich Gruppe.
Der Flughafen in Noida, Indien, befand sich im Berichtsjahr noch im Bau.